E-Card - Sorge um Arztgeheimnis

Die umstrittene elektronische Gesundheitskarte hat inzwischen in den Praxen Einzug gehalten. In dieser Rubrik stellen wir Ihnen aktuelle Informationen zum Thema E-Card zur Verfügung.

Pressemitteilung der Aktion „Stoppt die e-Card“ vom 19.08.2015
Reif für die Tonne: Elektronische Gesundheitskarte erstickt in Problemen

Und täglich grüßt das Murmeltier: Wieder einmal werden die Tests für die elektronische Gesundheitskarte (eGK) verschoben. Hieß es einst, im Oktober 2014 gehe es los, folgte alsbald der neue Starttermin April 2015, dann November 2015 und nun 1. Quartal 2016. „Es ist unverantwortlich und nahezu lächerlich, dass Politik und Krankenkassen weiter einer Illusion hinterherjagen und trotz aller Pannen, in den Sand gesetzter Millarden und gegen jede Vernunft an diesem Projekt festhalten“, sagte Dr. Silke Lüder, Sprecherin der Aktion „Stoppt die e-card“, heute in Hamburg.
„Wir fordern einen Stopp des Projekts.“ Dr. Manfred Lotze, Vertreter der Organisation IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War) in dem Bündnis, betonte: „Mit der eGK werden allein die Interessen von Kassen, Gesundheitswirtschaft und IT-Industrie bedient.“

Erneut würde viel Geld verschwendet und der Datenschutz stehe einmal mehr in Frage, kritisierte Lüder. Denn offenbar beißt sich die Industrie an den Sicherheitsanforderungen die Zähne aus und kann daher bislang die sogenannten Konnektoren nicht liefern. Als eine Art Router sollen sie die Arztpraxen mit der Datenautobahn der Gematik verbinden, der Betreiberorganisation der eGK. Aufgebaut hat diese Datenautobahn die Arvato AG, eine Tochter des Bertelsmannkonzerns. Und noch etwas könnte zum Problem werden: Entgegen allen früheren Versprechen muss wohl ein Großteil der heutigen Kartenlesegeräte in den Arztpraxen erneut für mehrere 100 Millionen Euro ausgetauscht werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik soll diese Kartenlesegeräte nur bis Ende 2017 genehmigt haben. Auch die teuren elektronischen Gesundheitskarten selbst müssen bis 2017 ausgetauscht werden.

„Zentral gespeicherte Daten wie beim eGK-System sind nicht sicher und werden es nie sein“, sagte Kai-Uwe Steffens vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. „Das System der eGK“, erläuterte der Informatiker, „birgt große Risiken für die Vertraulichkeit persönlichster Informationen. Schon der Abgleich der sogenannten Versichertenstammdaten würde eine enorme Datenmenge anhäufen. Daraus ließen sich Aussagen über die Krankengeschichte von Patienten ableiten. Denn beim Online-Prüfabgleich der Daten auf der Karte mit denen der Krankenkasse fallen an den Verbindungs- und Sammelstellen Informationen
über Ort und Zeit der Arztbesuche an. Diese Stellen werden damit zu einem lohnenden Ziel für Hacker.“

Die Patientenvertreterin der Aktion „Stoppt die e-Card“, Gabi Thiess, betonte zudem: „Jeder Bürger hat das Recht, selbst über den Verbleib und die Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen. Mit der eGK hebelt die Politik dieses Grundrecht aus.“ Die Bürger wollten keine Dauerüberwachung, sondern brauchten eine gute Medizin mit Ärzten vor Ort, mehr Zeit und Zuwendung sowie einem dauerhaften Schutz ihrer Daten. Dazu seien Investitionen in datensparsame und dezentrale Datenhaltung und Kommunikation notwendig.

Über die Aktion „Stoppt die e-Card“
„Stoppt die e-Card“ ist ein breites Bündnis von 54 Bürgerrechtsorganisationen, Datenschützern, Patienten- und Ärzteverbänden. Unter anderem gehören dazu: Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, Digitalcourage, Chaos Computer Club, IPPNW, Freie Ärzteschaft e. V., NAV-Virchowbund, Deutsche AIDS-Hilfe. Das Bündnis lehnt die eGK ab und fordert, das milliardenschwere Projekt einzustampfen.

Sprecher der Aktion „Stoppt die e-Card“ sind Dr. Silke Lüder, Gabi Thiess, Dr. Manfred Lotze und Kai-Uwe Steffens.
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V. i. S. d. P.: Dr. Silke Lüder, Grachtenplatz 7, 21035 Hamburg,
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Pressemitteilung der Aktion „Stoppt die e-Card“ vom 30.12.2014
Elektronische Gesundheitskarte: Schikane für Patienten und Ärzte ab Januar

Auf massiven Druck des Bundesgesundheitsministeriums wurde der 1. Januar 2015 zum Tag X der elektronischen Gesundheitskarte (eGK ) ausgerufen:
Ab dann sollen Ärzte ihre Patienten nur noch gegen Vorlage dieser neuen Karte auf Kassenkosten behandeln. Und wer keine eGK besitzt, soll das spüren: Trotz bezahlter Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung bekommen „eGK-Verweigerer“ eine Privatrechnung. Bei Arzneimitteln, Krankengymnastik und Hilfsmitteln müssen sie in diesem Fall zudem in Vorkasse gehen. „Datenschutzkritische Bürger sollen zur Strafe also extra zahlen“, sagte die Sprecherin der Aktion „Stoppt die e-Card“, Dr. Silke Lüder, heute in Hamburg. Derzeit besitzen geschätzt fünf Prozent der Versicherten noch keine eGK – das sind mehrere Millionen Bürger.

Auch für die Ärzte ist diese neue Regelung eine Zumutung. „Es kann nicht unsere Aufgabe sein, ab Januar Patienten, die mit ihrer bisherigen, noch gültigen Krankenversicherungskarte zu uns kommen, entweder nach Hause zu schicken oder ihnen eine Rechnung zu stellen“, kritisierte die Allgemeinärztin. „Wie verantwortungslos und unsozial ist das? Es gibt viele Patienten, die sich eine Privatrechnung oder Vorkasse nicht leisten können. Haftet Minister Gröhe für die gesundheitlichen Folgeschäden? Es ist unglaublich unverschämt, dass wir Ärzte unsere Patienten nicht mehr problemlos behandeln dürfen. Und es ist peinlich für das Pleitenprojekt eGK, dass es nach zehnjähriger Planungsphase nun mit Zwang gegen Bürger und Ärzte durchgesetzt werden muss.“

Krankenkassen und Kassenärztliche Bundesvereinigung setzen Ärzte unter Druck: Entweder könnten sie ohne eGK ihre Leistungen eben nicht abrechnen oder sie müssten eine Privatrechnung erstellen, heißt es aus diesen Kreisen. 
„Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit“, erläuterte Lüder. „Legt der Patient beim Arztbesuch oder nachträglich einen Versicherungsnachweis auf Papier vor, dann kann er auf Kassenkosten behandelt werden – das hat die Bundesregierung kürzlich bestätigt.“ Eine bereits ausgestellte Privatrechnung müsse der Arzt dann allerdings mit großem bürokratischen Aufwand wieder zurückzahlen.

Auch den Patienten wird dieses sogenannte Ersatzverfahren so schwer wie möglich gemacht: „Nach unserer Erfahrung stellen viele Kassen jetzt schon Bürgern ohne eGK, die bei ihnen als „Verweigerer“ geführt werden, nur noch Versicherungsnachweise für einen Tag aus. Eine unglaubliche Schikane“, empört sich Gabi Thiess, Patientensprecherin der Bürgerinitiative. „Ich kann jeden kritischen Versicherten nur auffordern, ab dem 1. Januar von seiner Kasse einen Nachweis für ein ganzes Quartal zu verlangen. Das erhält man bei jeder anderen Versicherung auch.“

Dass es bei dem eGK-Projekt gar nicht um die kleine Karte an sich geht, machte Kai-Uwe Steffens, Informatiker und Sprecher des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung in der Aktion „Stoppt die e-Card“, noch einmal deutlich. „Die eGK ist der Schlüssel für die digitale Speicherung aller Patientendaten außerhalb der jetzigen Speicherorte in Kliniken und Praxen. Es geht darum, die Verfügung über alle Daten hier faktisch in die Hände von Krankenkassen und Gesundheitsindustrie zu legen.“ Ausführende Organe seien private Providerfirmen und niemand könne diese Daten auf Dauer zu schützen.

Steffens: „Die ärztliche Schweigepflicht wäre dann Geschichte.“

Über die Aktion „Stoppt die e-Card“
„Stoppt die e-Card“ ist ein breites Bündnis von 54 Bürgerrechts- organisationen, Datenschützern, Patienten- und Ärzteverbänden. Unter anderem gehören dazu: Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, Digitalcourage, Chaos Computer Club, IPPNW, Freie Ärzteschaft e.V., NAV-Virchowbund, Deutsche AIDS-Hilfe. Das Bündnis lehnt die eGK ab und fordert, das milliardenschwere Projekt einzustampfen.

Pressekontakt: Dr. Silke Lüder, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
V.i.S.d.P.: Dr. Silke Lüder, Grachtenplatz 7, 21035 Hamburg

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Der Folgende Beitrag erschien auf der Website "hausarzt.de" am 22.10.2013
Wirrwarr um eGK: KBV und Kassen widersprechen sich

In Sachen Gültigkeit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) herrscht Informationswirrwarr. Ab 2014 gilt nur noch die eGK, sagt der GKV-Spitzenverband. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hingegen betont: Patienten können so lange die alte Krankenversicherten-Karte (KVK) benutzen, bis das Gültigkeitsdatum abgelaufen ist. Wer hat nun recht? Der änd hat die Aussagen beider Seiten sowie die entsprechenden Regelungen im Bundesmantelvertrag (BMV) unter die Lupe genommen.

Folgende Nachricht verkündete der GKV-Spitzenverband am 1. Oktober per Pressemitteilung: „Ab 1. Januar 2014 sind (...) nur noch die neuen elektronischen Gesundheitskarten (eGK) gültige Nachweise, die zur Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen berechtigen. Darauf haben sich GKV-Spitzenverband und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) in einer entsprechenden Vereinbarung verständigt.“

Die KBV sieht dies offensichtlich anders. Der GKV-Spitzenverband habe diese Pressemitteilung nicht mit der KBV abgestimmt, erklärt Vorsitzender Dr. Andreas Köhler in einem kürzlich verschickten Rundschreiben an alle KV-Vorstände. Darin betont er noch einmal explizit: „Die KVK kann (...) sowohl nach dem 1. Januar 2014 als auch nach dem 1. Oktober 2014 bis zum Ablauf der aufgedruckten Gültigkeitsdauer weiter in Arztpraxen verwendet werden.“

Nun steht also Aussage gegen Aussage. Und die Kommunikationspolitik der gemeinsamen Selbstverwaltung erscheint in einem schlechten Licht. Die Vermutung liegt nahe, dass eine Seite die Unwahrheit erzählt. Bei einem genauen Blick in den Bundesmantelvertrag stellt man jedoch fest: Eigentlich haben beide recht. Zumindest lassen es die Formulierungen der dort aufgeführten Regelungen zu, dass sowohl KBV als auch GKV-Spitzenverband sie nach ihrem Willen interpretieren können.

So stehen zum Beispiel in Anlage 4a des BMV, die sich mit der Anwendung der eGK befasst, folgende zwei Sätze: „Ab 01.01.2014 gilt grundsätzlich (...) die elektronische Gesundheitskarte als Nachweis für die Berechtigung zur Inanspruchnahme von Leistungen. Die Krankenversichertenkarte verliert damit zum 31.12.2013 ihre Gültigkeit.“ So betont es auch der GKV-Spitzenverband. Durch das Wort „grundsätzlich“ lässt sich die Formulierung aber auch so interpretieren, dass in bestimmten Fällen, etwa, wenn der Versicherte noch keine eGK besitzt, weiterhin die KVK gilt.

So wiederum steht es nämlich im Haupttext des BMV (§ 19): „Solange die elektronische Gesundheitskarte noch nicht an den Versicherten ausgegeben worden ist, ist der Versicherte verpflichtet, zum Nachweis der Anspruchsberechtigung die Krankenversichertenkarte (...) vorzulegen.“

„Übergangszeit" bis zum 30. September 2014?
Darüber hinaus ist in Anlage 4a BMV von einer „Übergangszeit“ bis zum 30. September 2014 die Rede. Allerdings ist die entsprechende Passage so kryptisch formuliert, dass nicht deutlich daraus hervorgeht, was das nun für die Gültigkeit der eGK beziehungsweise der alten KVK bedeutet. So heißt es: „In der Übergangszeit werden die Daten der elektronischen Gesundheitskarte auf die Daten der Krankenversichertenkarte bis zum 30.09.2014 gemäß Technischer Anlage umgeschlüsselt. Ab dem 01.10.2014 erfolgt die Umschlüsselung der Daten der Krankenversichertenkarte und ggf. älterer VSD-Versionen in die aktuell gültige VSD-Version der elektronischen Gesundheitskarte gemäß einer neu zu vereinbarenden Technischen Anlage.“

KBV-Chef Köhler schreibt zu den Regelungen in Anlage 4a BMV, diese hätten das Ziel, „die technische Basis der Abrechnungsverfahren auf den aktuellen Stand der Technik anzuheben“. Sie hätten aber nicht zum Zweck, die alte KVK zu sanktionieren. „Versicherte werden deshalb mit ihrer bisher gültigen Krankenversichertenkarte ohne Probleme in Arztpraxen Leistungen erhalten können“, betont Köhler. Und weiter erklärt er in seinem Rundschreiben: „Für die KBV war es äußerst wichtig, dass die KVK nach dem 1. Januar 2014 weiterhin unbefristet genutzt werden kann. Alles andere hätte zu unnötigem Ärger in den Praxen geführt. Die Umstellung von der KVK auf die eGK muss sowohl für Ärzte und Psychotherapeuten als auch für Patienten ohne bürokratische Probleme erfolgen.“

Der GKV-Spitzenverband teilte dem änd auf Nachfrage mit, dass zwischen ihm und der KBV inzwischen entsprechend dem Bundesmantelvertrag Einigkeit darin bestehe, dass die eGK für Versicherte ab 2014 gültiger Versicherungsnachweis sei. Bei der für die Ärzte vereinbarten technischen Übergangsfrist gebe es allerdings noch Gesprächsbedarf.

Offensichtlich werden sich KBV und GKV-Spitzenverband nun noch einmal zusammensetzen müssen, um sich über die Gültigkeit der eGK und der alten KVK einig zu werden. So lange herrscht weiterhin Informationswirrwarr.
Quelle: hausarzt.de vom 22.10.2013


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Kein  Medizindatenpool im Internet ist sicher Stoppt die elektronische Gesundheitskarte

„Nicht nur der Nachrichtendienst der USA überwacht die halbe Welt, sondern auch der Bundesnachrichtendienst (BND) kontrolliert das Internet. Welches Vertrauen also sollen die Bürger noch in das staatlich induzierte Projekt einer riesigen Internetstruktur für Medizindaten haben, in der die Krankheitsdaten der ganzen Bevölkerung gespeichert werden sollen?“, sagte heute Dr. Silke Lüder in Hamburg, Sprecherin der Aktion „Stoppt die e-Card“ und  Allgemeinärztin.

Seit sechs Jahren kämpft die bundesweite Initiative gegen die Sammelwut von Medizindaten im Internet. „Das PRISM-Programm des US-Geheimdienstes und die Aktivitäten des BND zeigen: Die Daten der Bürger sind nicht sicher“, betonte Kai-Uwe Steffens vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung.

Inzwischen haben fast alle Bundesbürger eine neue, teure Gesundheitskarte mit einem ungeprüften Foto in ihrem Portemonnaie. Weiter ist das Projekt „elektronische Gesundheitskarte“, kurz e-Card, trotz Milliardenausgaben seit fast zehn Jahren nicht gekommen. „Jede zentrale Mammut-Internetstruktur ist störanfällig, unsicher und verschlingt das Geld der Krankenversicherten. Eine neue Philosophie für die moderne Kommunikation im Gesundheitswesen ist notwendig“, erklärte die Bürgerinitiative heute in Hamburg.

Weiter heißt es in ihrer Stellungnahme: „Nur die ausschließlich dezentrale Punkt-zu–Punkt-Kommunikation für Medizindaten ist wirklich sinnvoll. Die Daten gehören allein in die Hand der Patienten oder der behandelnden Ärzte. Ob bei privaten IT-Firmen, unter Regie der Krankenkassen oder weiteren Körperschaften öffentlichen Rechts – die Medizindaten werden nirgendwo auf Dauer sicher sein.“

Unabhängige IT-Sicherheitsspezialisten kritisieren das sogenannte Sicherheitskonzept des e-Card-Projektes und fordern bessere Alternativen. Dank kostengünstiger, erprobter Verschlüsselungsprogramme gibt es schon lange sicher verschlüsselte Mails. Beim Transfer von Patientendaten darf es immer nur eine Information zu einer Person mit deren Zustimmung geben. Jeder große Datenberg für Medizindaten ist abzulehnen.

Das e-Card-Projekt ist in seinen anfänglich propagierten Zielsetzungen für bessere Medizin und Kosteneinsparungen in Milliardenhöhe längst gescheitert. Im nächsten Schritt sollen jetzt alle Arzt- und Zahnarztpraxen gezwungen werden, sich online an die geplante e-Card-Infrastruktur anzuschließen. Ein Plan, der bundesweit von den Ärzten in allen Beschlüssen ihrer Gremien  konsequent abgelehnt worden ist, zuletzt von der KBV-Vertreterversammlung im Mai 2013 und vom Deutschen Ärztetag 2012.

„Es bleibt dem Bundesministerium für Gesundheit also nur noch der Weg offener Zwangsmaßnahmen – und das unter dem Eindruck von weltweiten, sich immer mehr verselbstständigenden totalen Überwachungsstrukturen. Das werden wir nicht hinnehmen“, sagte Gabi Thiess, Patientenvertreterin in Hamburg. „Wir fordern die Politik auf, längst überfällige Konsequenzen zu ziehen und das e-Card-Projekt für immer auf Eis zu legen.“

Aktion „Stoppt die e-Card“

Die Aktion „Stoppt die e-Card“ wird getragen von der Freien Ärzteschaft e. V., IPPNW, dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, Chaos Computer Club, NAV Virchowbund, der Deutschen AIDS-Hilfe, Digitalcourage e. V. und 48 weiteren Organisationen.
www.stoppt-die-e-card.de

Ansprechpartnerin für die Presse: Dr. Silke Lüder, mobil 0175-1542744
V.i.S.d.P.: Dr. Silke Lüder, Grachtenplatz 7,21035 Hamburg

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Weitere E-Card Informationen

Gehört das Einsenden eines Passbildes zu den gesetzlich definierten Mitwirkungspflichten der Versicherten?
Ein juristischer Kommentar (Rechtsanwalt Marksen Ouahes).

Lichtbildanforderung für die elektronische Gesundheitskarte - Widerspruchformular

Musterbrief auf Fotoanforderung

Entschliessung des 115. Deutschen Ärztetages zur eGK

KV Niedersachsen gegen weitere Tests mit E-Card - Download

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Bundesweites Treffen der Aktion "Stoppt-die-e-Card" in Hamburg


Liebe Mitstreiter,
wir möchten Sie zum nächsten bundesweiten Treffen der Aktion in Hamburg einladen.

Termin: Freitag, 22.03.2013, 16-19 Uhr
Ort
: Ärztehaus Hamburg, Clubraum, Humboldtstraße 56, 22083 Hamburg

Themen u. A.:
•    Wie geht es weiter in der Auseinandersetzung mit dem e-GK Projekt, weitere Kampagnenplanung vor der Bundestagswahl 2013, Medienarbeit
•    Einführung des „Versichertenstammdatenmanagements“  als nächster Stufe der e-GK Einführung und Optionen des Widerstandes gegen die weiter geplante zentrale Datenspeicherung
•    Prozesse gegen die eGK

Wir bitten um Rückmeldung wegen der Raumplanung.

Mit herzlichen Grüßen
Silke Lüder, Gabi Thiess, Manfred Lotze, Kai-Uwe Steffens
für das Organisationsteam, Hamburg,1.3.2013

Dr.Silke Lüder

Fachärztin für Allgemeinmedizin
Grachtenplatz 7
21035 Hamburg
www.stoppt-die-e-card.de
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
mobil 0175-1542744

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Pressemitteilung der Aktion Stoppt die eCard zum Sozialgerichtsurteil

Alles sicher bei der elektronischen Gesundheitskarte? Ziel der Kritiker ist das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe

Am 28.6.2012 fand vor dem Düsseldorfer Sozialgericht der erste Prozess eines Krankenversicherten gegen die elektronische Gesundheitskarte (e-GK) statt.
Sven S. aus Wuppertal klagt gegen die Bergische Krankenkasse aus Wuppertal. Er verlangt, medizinische Leistungen zu erhalten, ohne die Elektronische Gesundheitskarte benutzen zu müssen. Seiner Meinung nach verstößt die gesetzliche Verpflichtung zur Einführung der Elektronischen Gesundheitskarte gegen die Verfassung.
Eine Zwangsanbindung aller Arztpraxen und Kliniken an ein Computernetz der Krankenkassen wird von ihm abgelehnt, niemand könne auf Dauer diese Daten schützen.
Sven. S. wird von seinem Anwalt Jan Kuhlmann und von vielen 1000 kritischen Versicherten unterstützt, die wie er ihr Recht auf Krankenbehandlung durch ihre Versicherungen einfordern, ohne befürchten zu müssen, dass ihre Daten zum Beispiel bei zukünftigen Gesetzesänderungen nicht mehr der ärztlichen Schweigepflicht unterliegen. Der Prozess vor dem Sozialgericht Düsseldorf war ein erster Schritt in Richtung auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes gegen die gesetzlichen Verpflichtungen zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte im Sozialgesetzbuch.
Nicht überraschend wurde die Klage des Versicherten zunächst vom Sozialgericht abgelehnt. "In dem Verfahren wurde bislang völlig ausgeblendet dass das Kärtchen als Schlüssel zu einem bundesweiten Zwangsnetz aller Praxen und Kliniken für Krankheitsdaten dienen soll" so Dr. Silke Lüder, Sprecherin der Aktion "Stoppt die e Card".
Sven S. hatte dieses Ergebnis der mündlichen Verhandlung erwartet. Nun wird er, unterstützt von einer großen Anzahl von Verbänden, welche in der bundesweiten Aktion " Stoppt die-e Card" zusammen geschlossen sind, den Weg nach Karlsruhe weiter gehen.
Dr. Silke Lüder sieht in den vielfältigen Pannen im bisherigen e-Card Projekt den besten Beweis dafür, dass die Gesundheitsdaten von Millionen Bürgern grundsätzlich nicht in zentralen Serverstrukturen gespeichert werden dürfen. Erst letzte Woche stellte sich heraus, dass 2 Millionen Versicherte elektronische Gesundheitskarten mit einer Sicherheitslücke erhalten haben.

Weitere Informationen: www.stoppt-die-e-card.de; www.foebud.org; www.grundrechtekomitee.de; www.liste-neuanfang.org

Ansprechpartnerin für die Presse:
Dr. Silke Lüder 
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Grachtenplatz 7
21035 Hamburg
Tel 040-7353035 - Fax 040-7353036 - mobil 0175-1542744

Hamburg, Aktion "Stoppt-die-e-Card" , IPPNW

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E-Card scheitert in Tschechien

Im Nachbarland Tschechien, wo man versuchte die E-card einzuführen, ist dieses Experiment nach 10 Jahren endgültig mit hohen Kosten gescheitert. Einen Bericht dazu hat die Tagesschau veröffentlicht.

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Liebe Patienten!

Ihre Krankenkasse hat Sie mit der Bitte um Zusendung eines Fotos angeschrieben?

Was Sie nun tun können finden Sie auf der folgenden Homepage:

Neuanfang e.V. - Mit Widerspruch und Klage gegen die Elektronische Gesundheitskarte

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Einladung zur Veranstaltung in Frankfurt/Main

Medizinqualität statt e-Card-Bürokratie

Die GOH (Gesundheitsoffensive Hessen e.V.) wird sich an der bundesweiten Aktion „Stoppt die e-Card“ beteiligen und lädt daher zu einer Veranstaltung am Mittwoch, 28.03.2012 zu dem Thema „Medizinqualität statt e-Card-Bürokratie“ herzlich ein. Die Veranstaltung findet um 16 Uhr im Maritim Hotel in der Theodor-Heuss-Allee 3 statt. Referentin ist Frau Dr. Silke Lüder (Freie Ärzteschaft). 

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Einladung zur Veranstaltung in Berlin

Medizinqualität statt eCard Bürokratie-Arztpraxen sind keine Außenstellen der Krankenkassen!

Die bundesweite Aktion „Stoppt die e-Card“, bestehend aus 53 Organisationen und Verbänden aus allen Bereichen unserer Gesellschaft, veranstaltet ein Treffen für Vertreter von ärztlichen und zahnärztlichen Organisationen und Delegierte in Gremien, die mit uns im gemeinsamen Protest gegen das e-Card Projekt aktiv sind. Und natürlich für alle weiteren interessierten Bürger und Journalisten.

Wir diskutieren in Berlin eine konzertierte Aktion der Hauptbetroffenen der geplanten „Alternative 2012“ der GKV (auch „vorgezogene Lösung genannt“). Mit diesem Plan soll die verpflichtende Online-Anbindung aller Praxen an die Zwangsinfrastruktur der Krankenkassen in 2012 und 2013 forciert werden.

An diesem Punkt ist ein gemeinschaftliches Handeln aller erforderlich.

Das milliardenschwere industriegetriebene e-GK Projekt ist der Schlüssel zur endgültigen Transformation unseres Gesundheitswesens. Eingemeindet in eine „Gesundheitswirtschaft“ unter Herrschaft von Kassen und Konzernen werden das vertrauensvolle Arzt-Patientenverhältnis, die Privatsphäre aller und die freie ärztliche Berufsausübung geopfert. Die schon vorhandene Bürokratie-Explosion wird durch die „Stammdatenaktualisierung“ in den Praxen um eine weitere neue Komponente bereichert. Arzt- und Zahnarztpraxen werden in Außenstellen der Kassen verwandelt. Gläserne Patienten und Ärzte sind dann jederzeit kontrollier-und steuerbar. Dieses Projekt zerstört gute Medizin.

Veranstaltung: Berlin, Mittwoch 18.4.2012, 14-17 Uhr, Katholische Akademie in Berlin, Tagungshotel Aquino, Hannoversche Straße 5b, 10115 Berlin Mitte

Unsere Referenten:
Dr. Christian Euler, Präsident des Hausärzteverbandes Österreich, über „eHealth-Täuschung und Enttäuschung“ Bericht aus unserem Nachbarland
Prof. Paul Unschuld, Charite Berlin, Autor des Buches „Ware Gesundheit“
Prof. Hartmut Pohl, Sprecher des Präsidiumsarbeitskreises „Datenschutz und IT Sicherheit“ der Gesellschaft für Informatik (GI) zum Thema Informationssicherheit
Wolfgang Linder, ehem. Datenschutzreferent der Stadt Bremen, Komitee für Grundrechte und Demokratie

Die Veranstaltung wird durchgeführt von der Aktion „Stoppt die e-Card“ in Kooperation mit dem Ärztlichen Nachrichtendienst ÄND.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Silke Lüder und Dr. med. Manfred Lotze, Hamburg
www.stoppt-die-e-card.de mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
V.i.S.d.P.: Dr. Silke Lüder, Grachtenplatz 7, 21035 Hamburg fax 040-7353036

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Der FoeBuD e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für Datenschutz und Bürgerrechte einsetzt. Bekannt wurde der FoeBuD e.V. unter anderem mit der jährlichen Vergabe des Datenschutznegativpreises BigBrother Awards. In diesem Zusammenhang engagiert sich der FoeBuD e.V. im Kampf gegen die elektronische Gesundheitskarte und hat ein dickes Infopaket geschnürt, das Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker bestellen können. Dieses enthält einen großen Stapel Faltblätter mit Informationen für Patientinnen und Patienten nebst Aufsteller sowie große und kleine Plakate für Tür und Wartezimmer. Das Ärztepaket mit Patienteninformationen finden Sie im FoeBuD-Shop, es kann dort bestellt werden.

Weitere Informationen zur E-Card finden Sie auf der Webseite des FoeBuD e.V.

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Dr. Stefan Pollmächer, Vorstandsmitglied der DOXS eG, sprach zum Thema E-Card mit der HNA (Hessisch-Niedersächsische Allgemeine). Den Bericht finden Sie in der HNA-Online Ausgabe vom 7. Oktober 2011

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Am 1. November 2011 fand in unserer Geschäftsstelle die Informationsveranstaltung" E-Card - Was kommt da noch auf uns in den Praxen zu?“ statt. Dr. Pollmächer und Dr. Uwe Popert informierten die Teilnehmer über die Risiken und Nebenwirkungen der E-Card. Wer an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnte kann das Handout HIER einsehen.

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In einer Pressemitteilung vom 13. Oktober 2011 warnt die AOK Ihre Patienten - trotz aktuell laufender Installationen seien noch nicht alle Krankenhäuser, Arzt- und Zahnarztpraxen mit den nötigen Lesegeräten ausgestattet. Daher sollten die Versicherten ihre alte Karte bis auf weiteres behalten!

Die entsprechende Pressemitteilung finden Sie auf den Seiten der AOK.

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Auch Sie sind gegen die Einführung der E-Card? Lassen Sie dies Ihre Patienten wissen!

Wir stellen Ihnen hier entsprechende Unterlagen zur Verfügung die Sie ausdrucken und in Ihrem Wartezimmer aushängen bzw an Ihre Patienten weitergeben können.

Wartezimmerinfo: Informationsschreiben E-Card für Ihre Patienten

Patientenverfügung: Widerspruch für Patienten gegen die geplante Speicherung von Gesundheitsdaten in zentralen Großcomputern außerhalb von Arztpraxen oder Krankenhäusern

Passbildanforderung: Vorlage einer Antwort für Patienten an die Krankenkasse bezüglich der Passbildanforderung mit der Bitte um rechtsverbindliche Aufklärung

Dieses Wartezimmerplakat können Sie ausdrucken und zur Information Ihrer Patienten in der Praxis aushängen (bitte zum Vergrössern anklicken):

Wartezimmerplakat

 

Weitere ausführliche Informationen zum Thema finden Sie auf den
Seiten der Aktion: "Stoppt die E-card" !!!