09. 02. 16
posted by: Simone Naumann
Zugriffe: 3497

Trotz Verfügbarkeit evidenzbasierter Medikamente bleibt die Pharmakotherapie der chronischen Herzinsuffizienz eine Herausforderung.

Im Rahmen des ESC-Kongresses und des AHA-Kongresses wurden die Ergebnisse der PARADIGM-HF-Studie vorgstellt. In dieser Studie konnte die Überlegenheit des ARNI (Angiotensin Rezeptorblocker Neprilysin-Inhibitor) Entresto über den ACE-Hemmer Enalapril bei der Therapie der systolischen Herzinsuffizienz gezeigt werden. Dieses neue Therapieprinzip und die Einsatzmöglichkeiten in der Praxis sollen Thema dieser Fortbildung für Ärzte sein.

Weitere Fortbildungen finden Sie auf unserer Fortbildungsseite.

21. 01. 16
posted by: Simone Naumann
Zugriffe: 1563

Auf einem außerordentlichen Ärztetag am 23. Januar soll in Berlin entschieden werden, ob die Delegierten hinter der aktuellen Verhandlungsstrategie der Bundesärztekammer zur neuen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) stehen – oder ob eine Kurskorrektur nötig ist.

Der Bundesverband niedergelassener Fachärzte hat eine Resolution zu dem Thema verfasst, die sie unter www.facharzt.de/arzt/goae2016/index.html unterschreiben können.
Die Kritikpunkte sind:
Die „Gemeinsame Kommission“ (GeKo) aus BÄK, Vertretern des PKV-Verbandes und der Beihilfe soll zur zentralen Institution zur Pflege und Weiterentwicklung der GOÄ werden. Dies war bisher Aufgabe der Bundesärztekammer.

§5 GOÄ wird entscheidend verändert. Für alle Leistungen wird ein Einfachsatz vereinbart, für den eine dem Einzelfall angepasste individuelle Steigerungsmöglichkeit nicht mehr möglich sein wird. Faktor 2,0 soll möglich sein, wenn die GeKo dies erlaubt.

Abweichende Honorarvereinbarungen und Analogbewertung sollen weiterhin möglich sein, aber nur bei vorhergehender Begründung und unter Beachtung der Negativliste. „Maßnahmen zur Vermeidung unerwünschter und unbegründeter Honorarentwicklungen“, „Struktur-Qualität“, „förderungswürdige Leistungen“ sind weitere Elemente, die wir schon aus dem EBM kennen.Wesentliche Elemente einer freiheitlichen Gebührenordnung, die Voraussetzung für eine vertrauensvolle Arzt-Patienten-Beziehung sind, finden sich in der GOÄ-Novelle nicht mehr oder wurden sehr stark eingeschränkt.

Ohne Not wurden diese essentiellen Grundlagen der GOÄ geopfert und auch wenn es zu einer augenscheinlich akzeptablen Einigung kommen sollte, können Änderungen im Paragraphenteil eventuelle Verbesserungen in der Leistungsbewertung wieder aufheben.

So ist die GOÄ-Novelle ein Schritt zu einer Bürgerversicherung, d.h. zu einer Vereinheitlichung von GOÄ und EBM.